🎷 Tests, Vergleiche & Experten-Ratgeber • L'Anche-Bewertung • Vom Anfänger zum Profi

Seltene Saxophon-Arten: Sopranino, Bass & Kontrabass

Neben den vier gängigen Saxophonen (Sopran, Alt, Tenor, Bariton) gibt es eine Reihe seltener Saxophon-Arten – vom winzigen Sopranino bis zum riesigen Kontrabass. Dieser Überblick erklärt, was es gibt, für wen sie sind und was sie kosten (Stand 2026).

Die Familie auf einen Blick

TypStimmungEinordnung
SopraninoEsdas höchste, sehr klein
(Sopran/Alt/Tenor/Bariton)B/Esdie gängigen vier
BassBeine Oktave unter dem Tenor
KontrabassEseine Oktave unter dem Bariton
Subkontrabass / TubaxBdas tiefste, extrem selten

Sopranino (Es) – das höchste Saxophon

Klein, hell und durchdringend, vor allem in Saxophon-Ensembles und zeitgenössischer Musik. Einstieg möglich, Profimodelle teuer:

  • Thomann TSI-350 (Messing, lackiert, mit Mundstück & Koffer): ~553 € – die zugängliche Einstiegsoption.
  • Selmer Sopranino (Super Action 80 II): Profiklasse, mehrere Tausend Euro (Richtwert im fünfstelligen Bereich – beim Händler prüfen).

Preise auf Thomann ansehen →

👉 Preise und Verfügbarkeit vergleichen bei Fachhändlern.

Basssaxophon (B)

Tief, samtig, eine Oktave unter dem Tenor – ein Nischeninstrument, das durch ein Modell wie das Thomann TBB-150 (~3.298 €) vergleichsweise erschwinglich geworden ist. Mehr dazu in unserem Bass-Saxophon Test.

Kontrabass & Tubax (Es) – die Giganten

Noch eine Oktave tiefer als der Bariton. Diese Instrumente sind Sonderanfertigungen, vor allem vom Spezialisten Benedikt Eppelsheim (München):

  • Kontrabass-Saxophon (Es): klassische Bauform, ~1,77 m hoch; Preis ~39.000–40.000 € (Richtwert über Fachhändler; Eppelsheim nennt Preise auf Anfrage).
  • Tubax (Es / B): Eppelsheims kompakte Bauform mit enger Mensur und Saxophon-Griff, leichter zu spielen und luftsparender; ~35.000 € (Richtwert).

Diese Instrumente sind nicht bei Thomann erhältlich, sondern direkt beim Hersteller bzw. bei Spezialhändlern.

Und das Extrem: Soprillo

Oberhalb des Sopranino baut Eppelsheim das Soprillo („Piccolo-Saxophon“) – das kleinste Saxophon der Welt, ebenfalls eine seltene Spezialanfertigung.

Für wen lohnen sich seltene Saxophone?

Vor allem für Saxophon-Ensembles, Spezialisten und Profis mit konkretem Klangbedarf. Für Einsteiger bleibt das Altsaxophon die richtige Wahl; die Stimmungen erklären wir auch im Anfänger-Ratgeber.

Warum seltene Saxophone so teuer sind

Der Preisunterschied zwischen einem Sopranino-Einstieg (~553 €) und einem Kontrabass-Saxophon (~35.000–40.000 €) erklärt sich über Stückzahlen und Fertigung. Gängige Saxophone werden industriell in großen Serien gebaut; seltene Typen wie Kontrabass, Tubax oder Soprillo sind Sonderanfertigungen in Kleinstserie, oft in Handarbeit bei Spezialisten wie Benedikt Eppelsheim. Dazu kommt der enorme Materialaufwand der tiefen Instrumente. Auch die Intonation extremer Bauformen ist konstruktiv anspruchsvoll. Wer ein solches Instrument sucht, kauft daher nicht im Regal, sondern direkt beim Hersteller oder Spezialhändler – meist mit Wartezeit und Preis auf Anfrage.

Für wen sich der Einstieg lohnt

Seltene Saxophone sind selten „erste“ Instrumente. Ein Sopranino ergänzt Saxophon-Ensembles und zeitgenössisches Repertoire; ein Bass oder Kontrabass liefert das klangliche Fundament in großen Satz- oder Ensembleformationen. Der Nutzen ist also meist klanglich und projektbezogen. Für Einsteiger bleibt das Altsaxophon die richtige Basis; die Familie und Stimmungen erklären wir auch im Anfänger-Ratgeber. Wer aus Neugier einen exotischen Klang testen möchte, findet mit dem Sopranino den zugänglichsten Einstieg.

Mieten, testen oder direkt kaufen?

Weil hohe und tiefe Spezialinstrumente teuer und schwer zu beschaffen sind, lohnt sich vor dem Kauf ein Anspielen, wo immer möglich – etwa bei Fachhändlern, auf Messen oder in Ensembles, die solche Instrumente besitzen. Bei den Giganten (Kontrabass, Tubax) ist der direkte Kontakt zum Hersteller ohnehin der übliche Weg, inklusive Beratung zur passenden Bauform. So vermeiden Sie eine teure Fehlinvestition und finden das Instrument, das wirklich zu Ihrem klanglichen Bedarf passt.

Klangliche Besonderheiten der Extreme

Die seltenen Saxophone reizen die Grenzen der Familie aus. Das Sopranino klingt schneidend hell und durchdringend – reizvoll in Ensembles, aber intonatorisch heikel. Bass, Kontrabass und Tubax liefern dagegen ein Fundament von enormer Tiefe und körperlicher Präsenz, das man im Ensemble mehr fühlt als hört. Diese Instrumente werden selten solistisch, sondern meist als klangliche Basis eingesetzt. Das Soprillo als kleinstes Saxophon der Welt ist eher Kuriosität und Spezialistenwerkzeug. Der Reiz liegt genau in diesen ungewöhnlichen Klangfarben, die kein Standard-Saxophon liefern kann.

FAQ

Was ist das höchste Saxophon?

Im regulären Handel das Sopranino (Es); als extreme Spezialanfertigung das Soprillo von Eppelsheim.

Was ist das tiefste Saxophon?

Kontrabass (Es) und – noch tiefer – der Subkontrabass/Tubax (B) von Eppelsheim.

Was kostet ein Kontrabass-Saxophon?

Als Sonderanfertigung im Bereich ~35.000–40.000 € (Richtwert, Preis auf Anfrage).

Specs und Preise von Herstellern und Fachhändlern; bei Sonderanfertigungen (Eppelsheim) sind Preise indikativ und auf Anfrage.

Zwei gebogene Sopran-Saxophone nebeneinander

🎷 Unverzichtbares Zubehör für Saxophonisten

Als Amazon-Partner verdiene ich an qualifizierten Käufen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Einige Links sind Affiliate-Links: Wir erhalten ggf. eine Provision – ohne Mehrkosten für dich.

© 2026 Saxophone expert - Deutschland

Nach oben scrollen